unsere bäume

Gemeine Fichte

(Rotfichte, Rottanne, Gewöhnliche Fichte)

Picea abies

Endhöhe: bis zu 50 m

Erreichbares Alter: bis zu 600 Jahre

Ökologische Bedeutung: Die Fichte bildet mit vielen verschiedenen Pilzen eine Symbiose, eine so genannte Mykorrhiza. Dazu gehören so wertvolle Speisepilze wie der Steinpilz. Zahlreiche Tierarten nutzen Fichten und Fichtenwälder als Lebensraum.

 

Ein paar Beispiele: Fichtenkreuzschnabel, Waldbaumläufer, Tannenhäher, Eichelhäher, Schwarzspecht und auch Waldohreule und Waldkauz. Eine besondere Art welche sich insbesondere in Bergfichtenwäldern findet ist das seltene Auerhuhn. Es ernährt sich im Winter vorrangig von Fichtennadeln und könnte ohne diese Baumart nicht überleben.  Säugetieren sind v. a. der Rothirsch und das Wildschwein vertreten, denen das dämmrige Licht im Fichtenwald größtmöglichen Schutz gewährleistet. Als absolute Besonderheit gelten verschiedene Orchideen welche auf Fichten als Partner angewiesen sind. Dazu zählen das Rote und Weiße Waldvögelein und auch die Violette Stendelwurz. Fichtentot und -altholz ist ein wertvolles Habitat für selten gewordene Insekten.

Giant spruce tree isolated on white back
Fir tree isolated on white background.jp

zirbe

(Zirbelkiefer, Arve)

Pinus cembra

Endhöhe: Bis zu 25 m

Erreichbares Alter: Bis zu 1000 Jahre

Ökologische Bedeutung: Auch die Zirbe ist ein wertvoller Mykorrhiza ausbildender Baum. Zusätzlich bieten ihre Früchte vielen Tierarten eine wertvolle Nahrung: Eichhörnchen, Rötelmaus und auch Spechte gehören zu den häufigen Besuchern.

 

Eine Besonderheit stellt die Vermehrung dar: Hierbei ist die Zirbe auf den Tannenhäher angewiesen. Dieser ist in der Lage die Zapfen zu öffnen und versteckt die Nüsse als Winternahrung im Boden. Oft vergisst er hierbei wo er seine Depots angelegt hat, und neue Zirben können wachsen. Ohne diesen Vogel wäre die Zirbe nicht in der Lage sich auszubreiten.

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weisstanne

(Edeltanne, Silbertanne)

Abies alba

Endhöhe: Bis zu 65 m

Erreichbares Alter: Bis zu 600 Jahre

Ökologische Bedeutung: Die Tanne ist eine ökologisch sehr wertvolle Baumart. Sie bildet mit einigen Speisepilzarten, wie z.B. dem Pfifferling („Eierschwammerl“) eine Mykorrhiza aus. Viele Raupen und andere Insekten ernähren sich von ihren Nadeln und Holz. Abfallende Nadeln bilden einen wertvollen Humus für andere Pflanzen.

green larch isolated on white background

gemeine Hainbuche

(Steinbuche, Hornbaum, Weißbuche)

Carpinus betulus

Endhöhe: 25 m

Erreichbares Alter: Bis zu 150 Jahre

Ökologische Bedeutung: Die Früchte der Hainbuche werden gerne von unterschiedlichen Tierarten gefressen. Ihr Holz ist sehr hart, weswegen sie auch Steinbuche genannt wird. Etwa 30 verschiedene Pilzarten bilden eine Mykorrhiza mit der Hainbuche aus.

yew podocarpus with white background,bud
Isolated hornbeam tree on a white backgr

europäische lärche

Larix decidua

Endhöhe: Bis zu 45 m

Erreichbares Alter: Bis zu 600 Jahre

Ökologische Bedeutung: Die Lärche festigt dank ihrer kräftigen Wurzeln den Boden und schützt ihn so vor Abtragung durch Erosion. Außerdem bildet sie eine Mykorrhiza mit vielen verschiedenen Pilzen. Dazu zählen der Goldröhrling und auch der schön anzusehende Fliegenpilz. Die Samen der Lärchen sind wertvolle Nahrung für Vögel. Aus den abfallenden Nadeln entsteht wertvoller Humus.

Young fresh marple tree isolated on whit

Berg-ahorn

Acer pseudoplatanus

Endhöhe: Bis zu 30 m

Erreichbares Alter: Bis zu 500 Jahre

Ökologische Bedeutung: Der Berg-Ahorn ist eine sehr wertvolle Mischbaumart im Bergwald. Unzählige Insekten nutzen ihn als Lebensraum, darunter einige seltene Käferarten. Für Wildbienen und Honigbienen bildet die Blüte des Bergahorns eine sehr wertvolle Nahrungsgrundlage. Das Laub wird in wertvollen Humus umgewandelt und ist stark bodenverbessernd.

bergmammutbaum

(Riesenmammutbaum)

Sequoiadendron giganteum

Endhöhe: Bis zu 95 m

Erreichbares Alter: je nach Quelle 3000 bis 4000 Jahre

Ökologische Bedeutung: Als nicht heimischen Baum gibt es noch wenige Beschreibungen des ökologischen Nutzens in Europa. Beschrieben wurde, dass Spechte gerne ihre Höhlen in der dicken Borke des Baumes anlegen. Auch kann davon ausgegangen werden, dass die Früchte von Eichhörnchen und anderen Nagetieren verspeist werden.

Top of old majestic sequoia tree (Sequoi

rot-buche

(„Mutter des Waldes“, Buche)

Fagus sylvatica

Endhöhe: Bis zu 45 m

Erreichbares Alter: Bis zu 300 Jahre

Ökologische Bedeutung: Die Buche wird auch als Mutter des Waldes bezeichnet. Das liegt daran, dass sie eine ökologisch äußerst wertvolle Baumart ist. So leben hunderte Insekten- und Milbenarten von ihren Blättern und ihrem Holz. Spechte nutzen Buchen gerne um darin ihre Höhlen zu zimmern. Zusätzlich ist das Laub der Buche äußerst bodenpfleglich. Mit ihren tiefen Wurzeln ist sie in der Lage tiefliegende Nährstoffe in die Blätter zu transportieren, welche dann nach dem Laubfall für alle Pflanzen an der Oberfläche zur Verfügung stehen.

Winterlinde

(Steinlinde)

Tilia cordata

Endhöhe: Bis zu 40 m

Erreichbares Alter: Bis zu 1000 Jahre

Ökologische Bedeutung: Linden sind wertvolle Bienenbäume. Die nach Honig duftenden Blüten werden gerne angeflogen und liefern den köstlichen Lindenhonig. Unzählige weitere Tierarten ernähren sich von Blättern und Holz der Lindenbäume. Viele Vögel nisten gerne in Linden und auch Spechte legen ihre Höhlen gerne in Lindenbäumen an.

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Vogelbeere

(Eberesche, Drosselbeere, Krametsbeere)

Sorbus aucuparia

Endhöhe: Bis zu 15 m

Erreichbares Alter: Bis zu 120 Jahre

Ökologische Bedeutung: Die Vogelbeere ist eine der wichtigsten Futterpflanzen für Tiere. So wurden bislang 31 Säugetier- und 72 Insektenarten als Nutzer der Vogelbeere identifiziert. Auch seltene, vom Aussterben bedrohte Arten wie der Gelbe Hermelin sind dabei. Nicht umsonst heißt diese Art Vogelbeere: Unzähligen Vogelarten sind die roten Früchte wertvolle Nahrung.

europäische Eibe

(Gemeine Eibe, Eibe)

Taxus baccata

Endhöhe: Bis zu 15 m

Erreichbares Alter: Bis zu 3000 Jahre

Ökologische Bedeutung: Die Eibe ist eine Schattenbaumart die selbst in Dunkelheit, unter der Krone von anderen Bäumen, noch wachsen kann. Eine lange Liste an Vögeln nutzt die Eibe als Nahrungsquelle: Star, Singdrossel, Amsel, Misteldrossel, Wacholderdrossel, Rotdrossel, Ringdrossel, Sperling, Gartenrotschwanz, Mönchsgrasmücke,Eichel- und Tannenhäher,  Seidenschwanz, Grünfink, diverse Spechte und und und. Aber nicht nur Vögel nutzen die Eibe: Siebenschläfer und andere kleine Säugetiere fressen ebenfalls gerne die Früchte des Baumes.

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hänge-Birke

(Sandbirke, Weißbirke, Warzenbirke)

Betula pendula

Endhöhe: Bis zu 30 m

Erreichbares Alter: Bis zu 150 Jahre

Ökologische Bedeutung: Birken gehören zu jenen heimischen Baumarten, deren Reichtum an angepassten Tierarten sehr hoch ist. So leben auf und von der Birke alleine hunderte verschiedene Insektenarten, wovon einige sogar ausschließlich auf die Birke spezialisiert sind, wie z.B. der Birken-Blattroller. Birken gehören zu den ersten Besiedlern von freien Flächen und bereiten den Boden für nachkommende Baumarten vor.

Die mögliche Endhöhe und das mögliche erreichbare Alter sind wichtig, um die CO2 Speicherfähigkeit der Bäume zu bewerten. Einfach gesagt: Je höher ein Baum werden kann, desto größer ist das CO2 Speichervermögen, und je älter der Baum wird, desto länger wird es gespeichert. Die hier angegebenen Werte sind Grenzwerte und bedeuten nicht, dass auch die Bäume in Pinwald diese Höhe und dieses Alter erreichen müssen.